Am 24.05.2026 war es soweit: Im Kulturbahnhof Lennestadt-Grevenbrück habe ich mein Buch „Meine Trauerreise: Als es plötzlich totenstill wurde“ in einer zweistündigen Lesung vorgestellt.

 

Ich habe über die Endgültigkeit des Todes gesprochen, darüber, wie sich das eigene Leben in einem Augenblick verändern kann, und darüber, wie Familie, langjährige Wegbegleiter und Freunde mich in meiner schwersten Lebenskrise im Stich gelassen haben. Oder wie verletzend oft Floskeln und Kommentare sein können.

 

Auch schwere Themen wie lebensmüde Gedanken und Depressionen waren Teil der Lesung. Mir war wichtig zu zeigen, dass es einen langsamen Weg heraus gibt und dass sich Trauer mit der Zeit verändert.

 

Circa 35 von 50 Plätzen waren besetzt. Die Stimmung im Raum war angespannt, aber ruhig. Niemand hat den Saal vorzeitig verlassen. Viele haben immer wieder geweint, die Augen beim Vorlesen geschlossen, oder zustimmend genickt. Alle Zuschauer sind bis zum Ende geblieben.

 

Der einzige Kritikpunkt, den ich mitgenommen habe: Das erste Trauerjahr habe ich nur grob angeschnitten, weil die Zeit mit 45 Minuten knapp war. Die zweiten 45 Minuten gehörten dem zweiten Trauerjahr. Einige hätten sich gewünscht, mehr vom ersten Jahr zu hören.

 

Als ich fertig war, wurde lange applaudiert. Die Zuschauer blieben noch viele Minuten sitzen, um das Gehörte sacken zu lassen. Jeder Anwesende bekam zum Abschluss ein Exemplar des Buches von mir als Dank geschenkt.

 

Danach habe ich noch ein paar Worte mit ein paar Zuschauer gesprochen, bis sich der Raum langsam leerte. 

 

Ich bin müde, aber zufrieden nach Hause gegangen. Stolz auf das, was an diesem Abend möglich war, und stolz darauf, dass ich an unserem Hochzeitstag Sabrina ehren und wertschätzen durfte. (DR)